Verband Deutscher Tauchlehrer

Berichte aus dem Alltag des VDTL

Die Seite stellt eine Sammlung verschiedener Berichte aus dem Alltag des Verbandes dar. Erlebnisberichte von unseren Fortbildungsseminaren, Geschichten von der Messe und all die kleinen Anekdoten, die wir so erleben.
Viel Spaß beim lesen!

Berichte 2010 Berichte 2009 Seminare 2008 Seminare 2006 Seminare 2005

Pädagogikseminar 2 in Karlsruhe

Das Pädagogikseminar II fand erfolgreich am 02. und 03.07.2011 zwar mit weniger, dafür engagierten Kollegen statt!
Wie schon in Viernheim war es für alle sehr informativ und der Gedankenaustausch kam auch nicht zu kurz!
Das nächste Seminar kann am 27. und 28.11.2011 voraussichtlich in Kassel "besucht" werden.

Tina

Kinder Tauchlehrer Seminar

Kinder-TL
Basics
Kinder-TL
Blubberrunde
Es war ein kurzes, aber sehr effektives Wochenende in Nastätten:
Die 3 angehenden Kinder Tauchlehrer waren gut vorbereitet, so dass der „Unterricht“ zu einem spannender Informations- und Wissensaustausch wurde. Medizinische Aspekte wurden diskutiert, psychologische Erkenntnisse gefestigt und neue didaktische Ideen gleich in die Tat umgesetzt.
Die beteiligten Kinder, meist ohne taucherische Vorkenntnisse, waren von dem Engagement der 3 Herren in Theorie und vor allem in der Praxis begeistert und werden dem Tauchsport sicher „treu“ bleiben.

Trotz Prüfungssituation hatten wir alle unseren Spaß, wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist ... und der Einsatz hat sich ja auch gelohnt:
Allen 3 Teilnehmer „Gratulation“ zur bestandenen Prüfung !!!

Tina

Sportpädagogik 2 - Ein Neustart

Seminar2011
Seminar 2011
Am 18. und 19. April 2011 fand im Tauchcentrum Rhein-Neckar in Viernheim unter der Leitung von Martina Banholzer und Bernhard Sax das Seminar „Sportpädagogik II“ satt. Als Referent hatte sich unser Kollege Andreas Kümmel zur Verfügung gestellt.
An dieser Stelle schon mal ein Dank an die Organisatoren, insbesondere an Bernhard Sax, der bereits 9 Tage lang Seminare für angehende TL geleitet hat. Es war das erste Seminar SP II dieser Art nach der Zertifizierung durch die EUF und ist als Pflichtseminar nicht nur von angehenden TL*** zu belegen, sondern muss auch von allen „Alt“-TL*** und höher als Weiterbildung absolviert werden.
Um so erstaunlicher war es, dass von mehr als 90 TL des VDTL nur insgesamt 4 TL (die 3 oben genannten Kollegen ausgenommen) erschienen, obwohl das Seminar bereits seit Monaten bekannt war.

Nun zum Inhalt des Seminars:
Alle Teilnehmer waren sich ganz offensichtlich nicht so sicher, was sie an diesen zwei Tagen erwartet – und alle wurden positiv überrascht. Andreas hatte eine Power Point Präsentation ausgearbeitet anhand der er strukturiert und kompetent Führungsinstrumente für die Leitung einer Tauchbasis, eines Tauchlehrerteams, sowie die Durchführung von Unterrichten erläuterte. Der Vortrag war für alle Teilnehmer äußerst informativ und wurde am Ende mit entsprechendem Applaus honoriert.
Während des Vortrags, in den Pausen und am Ende des Tages beim Abendessen wurde das Seminarthema in Bezug auf die neuen EUF Standards vertieft. Es entwickelten sich Gespräche und Diskussionen zum derzeitigen Stand und Status des VDTL.
Dabei wurde klar deutlich, dass für den Vorstand noch viel Öffentlichkeitsarbeit wartet, da man feststellte, wie sehr dem sehr guten Programm noch die Verbreitung und Veröffentlichung fehlt. Selbst auf der Boot 2011, wo man sich der bestanden Prüfung schon sicher war, wurde dies nicht als bevorzugtest Werbemittel in den Vordergrund gestellt. Alle Teilnehmer waren über die Vielfalt der Möglichkeiten in allen Bereichen von Taucher* bis TL*** und Management des VDTL überrascht und teilten verstärkt ihre Hoffnung auf die bessere Nutzung der Kommerziellen Ausrichtung des VDTL, insbesondere des Vorstandes außerhalb der Geschäftsstelle mit. Es wurde ein großes Werbepotential der neuen Zertifizierung erkannt und immer wieder nach Werkzeugen zur Werbung gefragt, wie zum Beispiel Plakate, Anzeigen, Außendienst (oder Werbung bei hauptsächlich deutschen aber auch ausländischen Tauchbasen), Crossover in allen Levels, Ausbildung von Tauchlehrer über die Arbeitsagenturen und ähnliche Dinge. Vielfältig waren auch die Infos und QM, Organisation und Management von Tauchbasenschulen über das neue EUF System. Die QM ist ab sofort auf höchstem Niveau und kann sich mit allen auf dem Markt befindlichen Organisationen messen. Die rechtliche Sicherheit für Tauchlehrer und Basen hat sich mit dem EUF System, um mehrere Stufen verbessert. So dass wir mit der Mitgliedschaft im DSLV ein Alleinstellungsmerkmal haben, das in Deutschland einmalig ist.
Die Teilnehmer stellten sich auch die Frage, warum seitens des Vorstands nicht mehr Initiative hinsichtlich möglicher Kooperationen mit anderen Verbänden ergriffen wird. Man war einhellig der Ansicht, dass ohne ein Zugehen auf andere Verbände der VDTL irgendwann an Bedeutung verliert und über kurz oder lang gänzlich von der Bildfläche verschwindet.
Alle waren der Meinung, dass das für einen der ältesten professionellen Tauchlehrerverbände sehr bedauerlich wäre. Die zwei Seminartage waren ein absoluter Erfolg. Es wurde angeregt, das Seminar in absehbarer Zeit erneut anzubieten. Die Teilnahme kann jedem TL nur wärmstens empfohlen werden (vom Hinweis auf die Pflichtweiterbildung einmal abgesehen).

Bilder findet ihr hier

Die Teilnehmer

BOOT 2011 - Impressionen

BOOT2011
VDTL-Stand 01
BOOT2011
VDTL-Stand 02
BOOT2011
VDTL-Stand 03
BOOT2011
VDTL-Stand 04
BOOT2011
Unsere Messegirls

Tauchlehrerprüfung November 2010

Anfang November 2010 – während in Deutschland bereits der nasskalte Herbst Einzug gehalten hatte, brannte über dem Tauchcenter Oceanworld auf Zypern die Sonne bei strahlend blauem und sommerlichen Temperaturen. Beim Anblick des sanft wogenden Meeres, der Palmen und der Poollandschaft des Aldiana Clubs Zypern, hätte man ohne weiteres in Urlaubsstimmung geraten können. Aber an Urlaub war nicht zu denken.
Nico Hüttmann, VDTL-Vorstandsmitglied und Inhaber der Oceanworld Tauchbasen, hatte zur ersten VDTL-Tauchlehrerprüfung nach neuen EUF-Standards geladen. Sämtliche Tauchlehrer-Leistungsstufen sollten in der bevorstehenden Woche abgeprüft werden. Zehn hoch motivierte Taucher waren zusammengekommen um nach neuen Ausbildungsstandards zu lernen, zu lehren und zu prüfen. Insgesamt sechs Tauchlehreranwärter stellten sich dieser Tage den hohen Anforderungen zur Erlangung der jeweils nächsten Qualifikationsstufe. Das Prüfungskomitee, hierunter der Vorstandsvorsitzende Hartwig „Hatti“ Sachse und die Tauchärztin Dr. Heike Gatermann, stand gut gelaunt und bestens vorbereitet in den Startlöchern um eine lehrreiche Prüfungszeit zu gewährleisten. Nico Hüttmann sorgte für eine perfekte logistische Organisation und der Aldiana Club Zypern für eine angenehme Atmosphäre und das leibliche Wohl aller Beteiligten.

Ein Blick auf den Stundenplan genügte um zu erkennen, dass ereignisreiche Tage bevorstanden: Fünf Prüfungstauchgänge, darunter ein Nachttauchgang, Schnorcheln mit und ohne Tauchgerät, Apnoe-Tauchen, Wasserrettung, viele Vorlesungen von unterschiedlichen Dozenten, Lehrproben und Prüfungen zu allen Themenbereichen der Tauchtheorie.
Jeden Morgen trafen sich die Teilnehmer an der Tauchbasis, gestärkt durch ein ausgiebiges Frühstück. Es folgte die obligatorische Tauchgangvorbesprechung. Geräte aufbauen, schwitzen und viel lachen, um die Aufregung vor dem bevorstehenden Tauchgang in Schach zu halten. In Grüppchen ging es über den Strand, durchs hüfttiefe Wasser der Bucht, das Tauchgerät geschultert, die Wasserflasche in der Hand. Das kräftig motorisierte Schlauchboot nahm alle Taucher auf und kurze Zeit später ging es raus aufs Meer. An Bord wurde nicht mehr viel geredet, jeder spielte in Gedanken den Tauchgang noch einmal durch und rekapitulierte die eigenen Aufgaben. Es herrschte konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Der Anker fiel, Sprung ins Wasser und das Motto für jeden war: „Mein Bestes geben!“. Gefragt waren taucherische Fähigkeiten in Feinstform, wie z.B. eine Gruppe lehrbuchmäßig anzuleiten und zu führen. Unter erschwerten Bedingungen wie Tiefe und Stress galt es simulierte Notsituationen zu managen, verunfallte Taucher zu retten oder eine perfekte Orientierung im freien Wasser unter Beweis zu stellen.
Im Vordergrund stand auch die korrekte Ausführung und anschauliche Demonstration von einfachen Standardübungen wie z.B. die Maske auszublasen. Die angehenden Tauchlehrer sollten beweisen, dass sie sämtliche Inhalte der Tauchausbildung selbst in Perfektion beherrschten und optimal demonstrieren konnten. Nach jedem Tauchgang wurde eine ausführliche Nachbesprechung gemacht, bei der sowohl der Prüfling als auch die Prüfer zu Wort kamen. Dem morgendlichen Wasserprogramm folgten theoretische Unterrichtseinheiten im Seminarraum. Vielfältig und spannend waren die Themen: Medizin, Physik, Technik, Rechnungswesen, Pädagogik, Seemannschaft, Psychologie, Tauchpraxis, Wasserrettung.

Während des TL-Seminars konnte auch eine umfassende Lehreinheit für die Zusatzqualifikation zum Nitrox-Tauchlehrer integriert werden. Hierdurch hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, nach bestandener Prüfung eine weitere Ausbildungs-Befähigung für sich zu verbuchen. Zwischen den Lektionen fand sich genug Zeit um die kulinarischen Köstlichkeiten der Aldiana-Küche zu genießen. Bis in den späten Abend hinein lernten die Prüflinge, während sich die Prüfer besprachen um die Ereignisse des Tages zu reflektieren und zu dokumentieren.

Am Ende der Woche hatte jeder Prüfling seine Ziele erreicht. Hier und da lagen auch mal die Nerven blank, aber Dank der Herzlichkeit, Offenheit und Fairness des gesamten Prüfungskomitees erlebten alle Beteiligten eine schöne und lehrreiche Prüfungswoche. Zum Schluss waren alle ausgepowert und müde, aber gefeiert wurde trotzdem, denn es gab wirklich genügend Anlass: Der VDTL ist stolz über zwei neue 1-Stern-Tauchlehrer, einen 2-Stern-Tauchlehrer, einen 3-Stern-Tauchlehrer und zwei 4-Stern-Tauchlehrer.

Herzlichen Glückwunsch!

Andrea

Projekt „Boat Tower“ - vom Boot zum Würfel

Geruestbau
Der Aufbau
Für alle die unseren wunderschönen und einzigartigen Tauchplatz noch nicht kennen, folgt hier eine „kleine“ Zusammenfassung. Wie ist es zu dem Tauchplatz gekommen?
Vor der Costa Calma konnten wir kein vorgelagertes Riff finden. Immer wieder „Rudeltauchen“ am Muränenriff im Süden der Insel anzubieten, ist nicht unser Bestreben. Es folgte der logische Entschluss:
In etwas größerer Tiefe müsste ein künstliches Riff entstehen. Wir wollen schließlich die Unterwasserflora, -fauna und Habitate sehen und nicht nur Taucher!
Erster Schritt hierfür war ein richterlicher Beschluss. Danach sollten hier gestrandete afrikanische Flüchtlingsboote an unserem „neuen Tauchplatz“ versenkt werden. Diese fast 7 Meter langen Holzboote würden sonst im Landesinneren verbrannt werden. Die Richter in unserer Inselhauptstadt Puerto del Rosario bewerteten unsere Idee, ein künstliches Riff daraus anzulegen, für gut und sie fertigten einen entsprechenden Beschluss aus. Damit konnten wir diese Idee in die Tat umsetzen, und die ersten beiden Boote gingen am 11.09.2001 (!) in das Reich von Neptun unter. Durch den nachträglich eingebrachten Ballast, bestehend aus Feldsteinen vom Hotelstrand, landeten die gereinigten Wracks jeweils auf dem Spiegel. Dies ließ ein sehr imposantes Bild in unseren Kameras entstehen. Mehr zufällig sahen wir am gleichem Abend im Fernseher einer Gaststätte die Zerstörung der Twin-Towers in New York. In Erinnerung daran nannten wir später diesen neuen Tauchplatz „Boat Tower“.
Im Laufe der Zeit folgten 23 weitere Flüchtlingsboote aus Holz, die in jeweils in 24 m Wassertiefe einen wahren Bootsfriedhof entstehen ließen. Das war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt! Schon am zweiten Tag nach dem ersten Versenken hatte sich ein Octopus angesiedelt und die erste Muräne ließ auch nicht lange auf sich warten. Mittlerweile sind Schwärme von Sardinen, Brassen, Goldstriemen und Barakudas zu sehen. Regelmäßig erscheinen bis zu 50 große Bernsteinmakrelen (jedes Tier bis zu 2 Meter lang und ca. 80 kg schwer!!). Engelhaie und Stachelrochen aller Größen sind so gut wie garantiert.
Ergebnis
Das Ergebnis
Dieser Tauchplatz liegt in gut 3 km Entfernung zur Küste; dadurch sind große Sichtweiten fast immer sicher! Eigentlich alles gut, wären da nicht die vielen Mikroorganismen im Meer. Von unseren Holzbooten ist aktuell nach fast 10 Jahren nicht mehr sehr viel übrig geblieben. Die kleinen Mädchen und Jungs haben insbesondere das Weichholz fast völlig vernascht. Sicher könnt Ihr nur noch die Kielhölzer und Spanten der meisten Boote erkennen. Jetzt fehlen immer mehr Rückzugsgebiete – insbesondere für den Jungfisch,der wohl alles andere Getier nachzieht. Es mußte etwas neues her.
Wir nahmen das Projekt „Boat Tower 2010“ in Angriff. Nach einer 6-monatigen Planungsphase war die Entscheidung gefallen. Die Planung umfaßte die Gestaltung eines völlig sauberen Wracks aus salzwasserbeständigem Aluminiumrohren, die durch spezielle Kunststoffverbinder in Würfelform versenkt werden sollen. In die tragfähigen Würfelkonstruktionen mit 3 Meter Kantenlänge werden als Baustellenmarkierungen bekannte Kunststoffbänder eingezogen. Durch entsprechende Anordnung wird ein räumliches Gefüge ähnlich einem ca. 30 Meter langen und ca. 9 Meter hohen Wrack entstehen. Das Gefüge wird sicher zu durchtauchen sein; später könnten Plattformen zur Lagerung von weitern Applikationen sowie zur Einrichtung von Kamerapositionen entstehen.

Die Entwicklung
Der erste Würfel war der Prototyp unseres Projekts. Wir testeten über mehrere Monate das Verhalten der Mikroorganismen an den Aluminiumstangen und des Schutznetzes, die Feststigkeit des Würfels durch die Meeresströmungen und der Wellenbewegungen. Nach etwa vier, fünf Tagen sammelten sich Tausende Jungsardinen in und um den Würfel herum und fanden hierdurch ein lauschiges Plätzchen zum Verweilen. Lustigerweise fanden auch Rochen und Engelhaie eine Ausruhmöglichkeit. Wahrscheinlich weil sie hier leichter an die fett gewordenen Eidechsenfische und Brassen kamen!
Nun konnten wir mit unserem Projekt anfangen. Die ersten 2m Würfel wurden gebaut, acht davon dienen als Fundament. Jeden dritten Tag fuhren wir mit einem neuen Würfel hinaus zum BT. Fast täglich wurden Tauchgänge erforderlich, um die Arbeiten unter Wasser voranzubringen. Geplant und vorausberechnet waren fast 500 Tauchgänge mit mindestens 3 Arbeitstauchern. Ende September 2010 nahm der Kay-Uwe die Herausforderung an, einen 6m Würfel zu bauen. Viele unserer lieben Stammgäste halfen ihm dabei. Schon nach ein paar Tagen war es vollbracht, mächtig sah er aus, an Land wie auch im Wasser. Anfang Oktober, morgens früh um 7:00h, wurde er im Meer versenkt!
Danach folgten die 3m Gebilde bis Ende November. In diesem Jahr werden weitere 2m Würfel versenkt.

Hilfe benötigt!!!
Da kommt Ihr alle in dieses Spiel:
Die Fuerte Divers, Simona und Kay-Uwe, benötigen kleine und „Große“ Spenden von Euch. Es werden Materialien im Wert von mindestens 25.000,00 Euro verbaut.
Jeder Spender von Beträgen ab 20,00 Euro, gern auch 50, 100 oder 500 Euro, erhält auf unserem Spenden-Memorie-Tower auf Wunsch eine namentliche Erwähnung mit gewünschtem Text. Dieser ca. 2 Meter hohe Tower wird an repräsentativer Stelle in der Tauchbasis „gefüllt“ und später pressewirksam am „Boat Tower“ platziert.
Die Spendentafen ist bis zum 24.12.2010 zur Besichtigung bereit!

Bitte spendet auf ein spanisches Konto:
Simona Tietze
IBAN ES12 2052 8129 6333 0008 9901
BIC CECAESMM052
oder auf ein deutsches Konto:
Simona Tietze
Konto 75248864
BLZ 300 501 10
DANKE!


Fuerte Divers Team (Simona & Kay-Uwe)

Kinder-TL-Seminar, Bodensee

Theorie
Ausbildung in Theorie...
Mit viel Neugier und Erwartung der 8 Teilnehmer startete der Kurs VDTL Kinder- Tauchlehrer am 19.06.2010 am idyllischen aber leider total verregneten Bodensee bei Tinas Tauchschule in Konstanz – Wallhausen.
Doch das schlechte Wetter tat der Motivation, der aus dem gesamten Bundesgebiet stammenden Teilnehmer keinen Abbruch. Vom Newcomer bis zum Profi war alles vertreten, um gemeinsam mit der Kursleiterin Martina Banholzer das ganz neu, von Bernhard Sax und Martina Banholzer, gestaltete Handout Kinder-Tauchlehrer durchzuarbeiten.
Trotz des kalten Wetters draußen, wurde drinnen heiß über Physiologie, Psychologie, Entwicklungsstufen, Medizinische Grundlagen und vieles mehr von Kindern referiert. Dabei wurden bereits gemachte Erfahrungen aus anderen Sportarten oder Vereinen mit Kindern eingebracht, was nicht nur die Newcomer aufsogen wie ein Schwamm. Mit Hausaufgaben endete der erste Tag.
Praxis
..und selbstverständlich Praxis
Am zweiten Tag ging es ans Eingemachte. Es kamen tatsächlich sieben Kinder, zwischen 8 und 13 Jahren, die tauchen wollten und noch nie tauchen waren, da kam der ein oder andere angehende Kinder-Tauchlehrer schon ins leichte Schwitzen. Wie überall wurde mit der Theorie begonnen, aber diesmal nicht mit nüchternen Fakten wie bei den Großen, sondern es sollte kreativ, einfach und doch mit einem Schuss Spaß den jungen interessierten Tauchpiraten vermittelt werden. Dabei kam es zu schmunzelnden Vorträgen mit dem Aha – Effekt, sei es als etwas ungelenkiger Tauchlehrer beim Erlangen der 2.Stufe, beim Vergleich einer Colaflasche mit dem Druckausgleich oder beim Erlernen einer neuen Sprache – der Unterwasser- Zeichensprache. Von allen theoretischen Lehrproben war in der folgenden Praxis (= praktische Lehrprobe), das eine oder andere wieder anzuwenden.
Auch wenn einige kleine Tauchpiraten nach dem ersten Tauchgang leicht zitternd am Ufer standen, doch die Lust auf einen zweiten war größer! Mit einem breiten Grinsen auf beiden Seiten nach den Tauchgängen war mehr als deutlich, nicht nur den Tauchpiraten hat es Spaß gemacht. Aber es war noch lange nicht Schluss, zumindest für die Kursteilnehmer. Während sich die kleinen Piraten vermutlich mit warmen Getränken erholten, war Manöverkritik angesagt. Gleich danach mussten die Köpfe der Großen bei dem schriftlichen Abschlusstest mächtig rauchen.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse konnten alle Teilnehmer glücklich und erleichtert ihre Urkunden zum Kinder-Tauchlehrer entgegen nehmen. Bei einem entspannten Kaffee an der Strandpromenade des Bodensees, gab es ein Feedback der Teilnehmer des Pilotlehrganges für die zukünftigen Kurse des Kinder-Tauchlehrers, um weiter ein hohes Ausbildungsniveau im VDTL zu garantieren.
Im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich beim VDTL, insbesondere bei Martina Banholzer und ihren netten Helfern im Hintergrund, für die gelungene und informative Veranstaltung bedanken und wünsche eine rege Teilnahme in der Zukunft. Denn nicht nur Newcomer können noch etwas lernen.

Marco Kurze

EU-Zertifizierung - es ist vollbracht!!!

Zertifizierung
Müde aber Glücklich
Am Ende konnte keiner mehr wirklich die Stunden und Tage zählen, die investiert worden waren um das große Ziel EUF-Cert zu erreichen. Aber wer schaut schon in einer Stunde des Erfolges und der Belohnung klagend zurück?
Nach langen Sitzungen im Vorstandskreis, intensiven Arbeitstreffen mit dem Zertifizierungsverantwortlichen sowie einer durch ihn begleiteten TL-Prüfung gab es aber grünes Licht von der Zertifizierungstelle. Doch damit war das Ziel noch lange nicht erreicht.
In weiteren langen (Nacht-)Sitzungen mussten nun alle Änderungen schriftlich fixiert, das Brevetsystem neu durchdacht und schlußendlich ein paar Neuerungen eingeführt werden.
Im Rahmen der BOOT 2010 konnten dann aber schlußendlich die Korken knallen und eine Woche später lag uns dann auch endlich die ersehnte Urkunde vor.

Der Dank gebührt an dieser Stelle all den offensichtlichen und auch stillen Helferlein, die diesen Schritt möglich gemacht haben!

Daniel Krabbe

Tauchlehrerprüfung, 2009

Theorie
Theorie muss sein...
Praxis
...aber auch Praxis
Auch dieses Jahr fand die Tauchlehrerprüfung des VDTL wieder auf der Ocean World-Basis von Nico Hüttmann im Club Aldiana/Zypern statt.
Nach anfänglich schlechten Wetter- und Wasserbedingungen war „Neptun“ dem gesamten Team doch noch so wohlgesonnen, dass einige Prüfungstauchgänge sogar bei strahlendem Sonnenschein „genossen“ werden konnten.
Die Kandidaten – 2 TL*, 2 TL** und 1 TL*** - waren hoch motiviert und absolvierten den theoretischen Unterricht, die ABC-Übungen im kalten Pool sowie die meisten der anspruchsvollen Tauchgänge mit Bravour.
Prüflinge und Prüfer waren engagiert und gut gelaunt und haben wie immer viel dazu gelernt.

Die Atmosphäre des Club Aldina hat dazu beigetragen, dass niemand verhungert und/oder verdurstet ist und jeder zwischendurch auch mal „entspannen“ konnte.

Danke allen Prüfern, Prüflingen und Denen, die sie unterstützt haben.
Tina Banholzer
Gruppenfoto
Prüfung 2009

Pädagogikseminar, 2009

Vom 23 – 26.03.09 fand das Pädagogik Seminar des VDTL in Viernheim statt. Wir trafen uns in den Seminarräumen des Tauchzentrum Rhein-Neckar, deren Besitzer Bernhard Sax ist.
Wir, das sind Ralf Fuhr, Roland Hofmann und Christian Benz, hatten uns für dieses Seminar eingeschrieben. Mit gemischten Gefühlen fanden wir uns am Morgen des 23ten März in den Seminarräumen ein.
Tina Banholzer und Bernhard Sax begrüßten uns sehr herzlich. Nach einer kurzen Vorstellung wurde uns das Seminarprogramm vorgestellt.
Didaktik, Methodik, Pädagogik, Lehrmittel, theoretischer Unterricht, praktischer Unterricht, so viel Stoff. Wie soll das in nur 4 Tagen zu schaffen sein?
Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Tina und Bernhard führten uns kompetent und in herzlicher Weise durch die Unterrichtsthemen.
Da wir alle Drei schon Tauchschüler ausbilden, haben wir hier gezeigt bekommen wie unsere Ausbildung effektiver gestalten können.
In der Theorie- und in Praxiseinheit (unter Wasser), die jeder von uns machen musste, wurden wir von Bernhard gefilmt. Die Filme haben wir anschließend zusammen ausgewertet. So konnte jeder von uns sehen wie er als Tauchlehrer auf seine Tauchschüler wirkt. Persönliche Stärken und Schwächen konnten in diesen 4 Tagen analysiert werden.

Das Seminar übertraf meine Erwartungen, der Stoff wurde durch die lockere Unterrichtsführung von Bernhard und Tina nie langweilig. Ich kann dieses Seminar Tauchlehrern und angehenden Tauchlehrern nur wärmstens empfehlen. Hier werden schwierige Themen in entspannter Atmosphäre „rübergebracht“.
Vielen Dank an Tina und Bernhard für die schönen Tage und die super Betreuung.
Ralf Fuhr

Medizinseminar in Kassel, 2008

Der Seminarblock des VDTL wurde dieses Jahr durch das Medizinseminar in Kassel eröffnet. Die Gruppe war bunt gemischt. Von einer Teilnehmerin, die erst am Anfang auf dem Weg zum Tauchlehrer steht, bis hin zu TL *** Tauchlehrern, war alles vertreten. Dies hat das Seminar mit Leben gefüllt.
Die Habichtswaldklinik in Kassel war als sehr angenehmer Tagungsort bekannt und eine Fachärztin dieser Klinik, Frau Andrea Sachse eröffnete das Seminar mit dem Thema „Tauchen und Psyche“. Ein hochbrisantes Thema, welches verdeutlichte, in welchem Maße wir alle von bewussten oder unbewussten Erfahrungen geleitet werden.
Es ging um positiven und negativen Stress beim Tauchen, sowie den Einfluss des Tauchlehrers als Vorbildfunktion während der Ausbildung. Wie wichtig Training und Erfahrung beim Ausbau von Sicherheit und Automatismus sind. Hier ging es auch um praktische Hinweise im Umgang mit negativen Erlebnissen, die durch gezielte „Umleitung“ abgeschwächt oder sogar in positive Erlebnisse umgewandelt werden können. Einmal mehr wurde auch an das „Bauchgefühl“ appelliert.
Das Erkennen und vermeiden von negativen Stresssituationen sowie auch der Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen auf die Psyche, wurden ebenfalls sehr verständlich erläutert. Anschließend konnten die gerade gewonnen Erkenntnisse als Negativbeispiele in Form von „Tauchunfällen und Wasserrettung“ im Vortrag von Hatti Sachse verdeutlicht werden. Dieser Vortrag lebte von den zahlreichen Erfahrungen der Teilnehmer. Somit kam eine sehr gute Diskussionsrunde zustande.
Der Tag fand seinen Abschluss in tiefere Einblicke in die „luftgefüllten Hohlräume des Kopfes“, die nun durch den Vortrag des HNO Arztes Dr. Lutz Michael Schäfer, gefüllt wurden. Hier ging es um Barotraumen, Tauchen mit Timpanoplastik und der Einsatz verschiedener sinnvoller oder weniger sinnvoller Medikamente in diesem Bereich.
Es wurde auch auf ein häufiges Problem von Leuten eingegangen, die viel mit Wasser in Berührung kommen. Da gehören wir Taucher nun unweigerlich dazu. Es treten hier im äußeren Gehörgang vermehrt Verknöcherungen auf, die zu Problemen führen können.

Am Samstagmorgen trafen wir uns bei strömendem Regen vor dem Druckkammerzentrum des Roten Kreuz Krankenhauses in Kassel. Hier gab es zunächst durch Dr. Ralf Busch einen kleinen Exkurs in Sachen Gasblasen im Körper und deren Elimination. Die „typischen“ Tauchunfälle sind solche, die primär nicht erkennbar sind. 70% - 80% der Fälle passieren „within limits“ und hier ist es wichtig, auch auf milde Befunde einzugehen. Neben verschiedenen Behandlungsschemata bei Druckkammerfahrten, wurden auch die Kosten der Druckkammerbehandlung angesprochen. Es fehlte auch nicht der Hinweis auf die Notwendigkeit, dies abzusichern und entsprechende Hotlines zu nutzen, die über einen 24 Stunden Service verfügen.
Diese sind kostenlos (u.a. AquaMed, DAN, VDST etc) egal welcher Verband sie betreibt. Leider konnte wegen der geringen Teilnehmerzahl eine vollständige Druckkammerfahrt nicht durchgeführt werden. Aber einen „Flachwassertauchgang“ konnten wir in der Kammer machen. Nach dem Mittagessen erwartete uns ein sehr interessanter Vortrag von Dr. Heike Gatermann zum Thema „Kindertauchen“. Es wurde einmal mehr klar: Kinder sind keine kleineren Erwachsene. Die medizinischen Aspekte und hier insbesondere die Unterschiede zu den Erwachsenen, wurden sehr fachkompetent und für jeden Teilnehmer verständlich erläutert. Frau Dr. Gatermann war es wichtig, dass das Kindertauchen von einem Team beurteilt werden muss. Hier sind die Kinder, Eltern, der Arzt und der Ausbilder gemeinsam gefragt. Bestimmte Altersgrenzen dürfen auf keinen Fall unterschritten werden. Unter 8 Jahren auf keinen Fall Gerätetauchen.
Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung kann auch entwicklungsbedingte oder auch geschlechtsbezogene Einschränkungen beinhalten. Weil das Kindertauchen in den Köpfen vieler Ausbilder noch vernachlässigt wird, sollte dieses Thema zum festen Bestandteil des Seminars werden. Dies war jedenfalls die einstimmige Meinung der Teilnehmer. Zum Tagesabschluss konfrontierte uns Dr. Martin Heß mit“ gefährlichen Meerestieren“. Neben der Relevanz für den Tauchlehrer und seine Tauchschüler, beinhaltete der Vortrag auch das Warum und Wie der Verletzungen durch diese Tiere. Auch die Vermeidung und Behandlung solcher unliebsamen Begegnungen wurden angesprochen.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle in der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau. Dort erwartete uns der Facharzt für Anästhesie Armin Jost, um uns theoretisch und praktisch in die Neuerungen der „Ersten Hilfe“ einzuweisen. Jetzt durften wir nach den Anweisungen Laerdal Puppen aktiv wiederbeleben und mit sehr nützlichen Hilfsmitteln die Atmung sichern. Die praktischen Tipps im Einsatz von Larynxmaske, Combitubus und Larynxtubus konnten sehr eingehend von uns unter Anleitung geübt werden. Nach der Rückfahrt zur Habichtswald Klinik und dem dortigen Mittagessen, ließen wir das Seminar noch einmal gedanklich Revue passieren.

Die Meinungen der Teilnehmer war sehr positiv, Hatti hatte ein super Programm mit hochkarätigen Referenten auf die Beine gestellt!

Nun möchte ich den ausgiebigen Bericht mit einem Dank an die Organisatoren und insbesondere an die Referenten beenden. In diesem Sinne einen guten Start in die neue Saison 2008
Iris Mann TL ***

Sportpädagogikseminar in Viernheim, 2008

Erwartungen
Tina und die Erwartungs-Liste
Auf dem Weg zum Tauchen - Lehren
musst vier Tage Du entbehren,
die in Viernheim zu verbringen
mit Tina und Bernhard wir Dich zwingen.

Tauchlehrer - Sein erfordert mehr,
als Tauchen können. Das ist schwer
zu vermitteln, allen denen,
die das als " easy - going " wähnen.

Wer hier die Tage investiert,
der wird schrittweis hingeführt:
wie macht man wem den Unterricht.
Zum TL - 1- Stern ist das Pflicht,
denn Tauchen -Lehren ist - gottlob -
Berufsausbildung, und kein Job.

Die PÄDAGOGIK ist ein Fass,
das angefüllt mit WIE und WAS.

Das WAS, die Fakten, musst Du kennen,
den Wissensvorsprung eigen nennen,
dass Fragen auch aus Randbereichen
Dich nicht erröten noch erbleichen.

Zum WIE, da musst Du stets bedenken,
wo willst Die Schüler Du hinlenken:
Zum Sehen, Hören, Akzeptieren,
den Lernstoff gerne inhalieren.

Die Sprache sei deutlich, lebendig und klar,
die Gliederung logisch, die Hilfsmittel da.
( Die Hilfen vorher kennen, testen,
dann dient ihr Einsatz auch zum besten. )

**
Das Pensum musst Du portionieren.
Vor " Zuviel" wird man resignieren,
und wenn man unterfordert ist,
ist das " Zuwenig" auch ein M...anko.

Plan sorgsam den Verlauf der Stunde,
Wer tut Was Wann Warum Womit!
Verlaufsplan klar? - Dann wird der Schritt
zum reibungslosen Ablauf klein,
der Unterricht erfolgreich sein.

Wenn irgendwann die Ohren sausen,
dann helfen wohldosierte Pausen....

Das zweite wichtige Kapitel
hat " Psychologie " als Arbeitstitel.

Motivation am Anfang steht,
erhalte sie, wo es nur geht.
Denk in den Schüler Dich hinein:
Wo mögen seine Grenzen sein?
Und führe sachte ihn heran,
damit er sie erkennen kann.

Mit Fördern und Fordern, wo immer er`s braucht,
erziehst Du den Schüler, dass sicher er taucht.

Und schafft er`s mal nicht zum Erfolge?
Pass auf, dass nicht im Alkoholge-
nuss, Re- / Agression
er auslebt seine Frustration.

Die Frustration zu tolerieren,
das muss man lernen und trainieren
beim Schüler und am eignen Leib.
Es ist Beruf - kein Zeitvertreib!
Die Tage vergingen wie im Flug,
Fragen und Anregungen gab es genug,
und allen war klar,
dass dies Seminar
ein tiefer Einstieg in die Materie war.

So sagen wir alle fröhlich und frank
an Tina und Bernhard: Herzlichen Dank!

Autor: Herbert Dielmann

Technikseminar in Viernheim, 2008

Panzertauchanzug
Teilnehmer Technikseminar 2008
Auch in diesem Jahr haben wir das Technik-Seminar in Viernheim bei Bernd Sax durchführen können. Es fand statt vom 07.03 – 09.03 und bildete den Abschluss des Seminarblocks.
Nach der Begrüßung am Freitag begann Dr. M. Schmidt mit den Allgemeinen Grundlagen, Normen und Verordnungen. Am Nachmittag referierte Bernd Sax über neue Technik bei den Herstellern.
Am Samstag waren wir dann bei L& W in Lorsch und Bernd Wagner erklärte allen seine Kompressoren. Jeder Teilnehmer bekam eine Bescheinigung das er die Einweisung der BG vornehmen darf. Den Abschluß am Samstag bildete ein gemütliches Essen im Kartoffelhaus.
Am Sonntagmorgen wurden noch die Themen Computer und Neopren behandelt so das für den Nachmittag noch das Automatenschrauben überblieb.
Gegen 16:00 Uhr war alles vorbei und nach einen Dank an Bernd Sax wurde die Heimreise angetreten.

Technikseminar vom 17.03.06 - 19.03.06 Viernheim

Panzertauchanzug
Panzertauchanzug bei
Lenhard & Wagner
Das Seminar begann mit einem Überblick über Normen und Vorschriften - das muss auch mal sein. Eine gute Einführung in Atemregler und deren Bestandteile waren sehr hilfreich, um die Funktionsweise und die Vorgehensweise sowie die Notwendigkeit der Revision zu verstehen. Am Tag darauf stand ein Ausflug in die Kompressorenkunde bei Lehnardt & Wagner in Lorsch auf dem Pogramm. Neben den praxisnahen Ausführungen von Bernd Wagner zur Kompressortechnik, Funktion und Wartung war auch die im Laufe der Jahre zusammengetragene Sammlung historischer Tauchanzüge und Helmtauchgeräte sehr beeindruckend. Am Sonntag gab uns Georg Frauenhofer, technischer Leiter bei Oceanic, eine Einführung in die Funktionsweise und Berechnungsalgorithmen der Tauchcomputer. Anschließend war noch ausreichend Zeit, an verschiedenen Atemreglern zu schrauben.
Es war insgesamt eine sehr lehrreiche und interessante Woche.

Prädikat: Empfehlenswert!

Durch das Seminar führten Dr. Matthias Schmitt, Bernhard Sax, Bernd Wagner und Georg Frauenhofer.
Autor: Martin Köhnke

Sportpädagogik I und II vom 13.03.06 - 16.03.06 Viernheim

Teilnehmer
Teilnehmer des Seminares

Nach der Begrüßung durch die beiden Kursleiter Martina Banholzer und Bernhard Sax lernten wir eine Menge über Didaktik, Rhetorik und die Vorgehensweise bei theoretischen Unterrichtseinheiten, über den Lernprozess und über den Einsatz von Unterrichtsmedien.
Dann hatten wir selbst die Gelegenheit, eine praktische Unterrichtseinheit auszuarbeiten und am Nachmittag im Schwimmbad zu präsentieren. Höhepunkt des Ganzen war eine Wechselatmungsübung mit vier Schülern und nur einem Schnorchel! Viel Spaß hatten wir auch bei der Ausarbeitung und Präsentation einer theoretischen Unterrichtseinheit und in der Nachbesprechung.

Autor: Martin Köhnke

Medizinseminar vom 17.02.06 - 19.02.06 Mettmann


Tag 1: Dr. Thomas Krummel, Dr. Martin Hess, Hatti Sachse
Rettungskoffer
Rettungskoffer
Wir wurden im evangelischen Krankenhaus Mettmann herzlich mit Kaffee und Keksen begrüßt. Es nahmen auch Mitglieder des VDST teil. Dann ging es nach kurzer Einweisung in "wie wird ein Zugang gelegt" zur Sache. Nachmittags sind wir in die Seminarräume der Feuerwehrleitstelle umgezogen.
Ein Hoch interessanter Vortrag über die Giftigkeit und was ist giftig sowie eventuelle Maßnahmen im Fall von Verletzungen wurde von Dr. Martin Hess gehalten. Hatti Sachses Vortrag über Tauchersicherheit und Rettung war schon einmal eine Einleitung für den Nächsten Tag.
Tag 2: Dietmar Wichmann, Hatti Sachse
Rettungswagen
Rettungswagen
Der Tag startete an der Atemschutzübungsstrecke der Feuerwehr Mettmann, wo wir Gelegenheit hatten, wenn auch unter vereinfachten Bedingungen (ohne Rauch und Hitzestrahlung, aber in Feuerwehrausrüstung) durch Herumkriechen in der dunklen, mit Hindernissen gespickten Teststrecke das Betreten brennender Häuser zu simulieren.
Anschließend erhielten wir einen Einblick in Funktion und Ausstattung eines Rettungswagens. Die praktischen Rettungsübungen samt Simulation von Tauchunfällen fanden im Schwimmbad statt. Da die Feuerwehr ebenfalls Übungen abhielt, stand auch ein Rettungsboot zur Verfügung. Nach getaner Arbeit gab es Kaffee und selbst gemachten Kuchen im Hause Krummel (an dieser Stellevielen Dank an Anett).
Tag 3: Dr. M. Tille, Dr. R. Busch
Der Vortrag über das Foramen Ovale von Dr. M. Tille aus Plau am See ließ uns erst mal wieder entspannt zurücklehnen nachdem wir erfuhren, dass das Foramen Ovale nur bei ca. 25% der Bevölkerung vorkommt und für das Tauchen kein Problem darstellt, falls es nicht in Kombination mit einem Atrial Septal Aneurisma auftritt. Dr. R. Busch aus Kassel zeigte u.a. verschiedene Rettungskoffer.

Fazit: Fortbildung lohnt in jedem Fall.
Autor: Martin Köhnke

VDTL-Seminare 2005

Die Seminare des VDTL hatten in diesem Jahr wieder regen Zulauf.

Zum 1. VDTL NITROX Tauchlehrer Seminar hatten 15 Teilnehmer aus ganz Deutschland am 5. und 6.März den Weg nach Karlsruhe gefunden. Interesse und Motivation waren groß und unterschiedlich, wie bei Begrüßung und Vorstellung festzustellen war. Das Unterrichtsmaterial, das jedem NitroxInstructor für die Ausbildung zur Verfügung gestellt wird, wurde in lebhafter Diskussion durchgesprochen, wobei die beiden Referenten Ralf Wottrich und Volker Erb keine Frage offen ließen. Vor dem Hintergrund bereits publizierter Tauchunfälle wurde auf die spezifischen Anforderungen bei der Ausbildung nachdrücklich eingegangen. Unterricht über die Herstellung von Nitrox nach Membran- und Partialdruck- Methode sowie die entsprechenden Messungen und Kennzeichnungen leitete über zu den gesetzlichen Bestimmungen und zum Praktischen Teil. Das Seminar endete inhaltlich mit einer schriftlichen Prüfung und anschließender Auswertung. Fast allen Kandidaten wurde die erfolgreiche Teilnahme durch eine Urkunde bestätigt, die Brevetkarte " NitroxInstructor VDTL" wird folgen. Das Seminar wurde insgesamt sehr positiv aufgenommen und schloss mit einigen Anregungen und vor allem mit ausdrücklichem Dank und Anerkennung an die Referenten. Das nächste Nitrox-Instructor-Seminar findet wahrscheinlich im Spätjahr bei Ludger Harbke, Tauchsport - Allersberg, in Allersberg bei Nürnberg statt.

praxisuebung
Praxiseinheit

Das VDTL-Technikseminar fand in diesem Jahr in den neuen Schulungsräumen der Firma Druckluftservice Mayer in Nürtingen statt. Den Teilnehmern wurden die Veränderungen hinsichtlich der bestehenden Verordnungen vermittelt, sowie die Materie Atemregler, Kompressortechnik und Luftaufbereitung erläutert bzw. vorhandenes Wissen aufgefrischt. Norbert Stoffer übernahm den Bereich Atemregler, Druckgasbehälterverordnung und Betriebssicherheitsverordnung. Die beiden Seminartage vergingen wie im Flug, ohne dass Langeweile aufkam. Zum Pädagogikseminar kamen 9 Teilnehmer unterschiedlichen Alters und Geschlechts auf verschiedenen Leistungsstufen. Dieses bewährte Seminar vermittelt angehenden Tauchlehrern wesentliche pädagogische Grundlagen, die bei der Prüfung zum "unter staatlicher Aufsicht geprüften Fachsportlehrer Tauchen" aber insbesondere für die Praxis als Tauchlehrer benötigt werden. So liegt auch immer ein Schwerpunkt auf den Lehrproben in Theorie und Praxis (im Pool). Diese werden aufgezeichnet und analysiert. Dank der konstruktiven Mitarbeit aller Teilnehmer konnten viele Inhalte und neue interessante Aspekte vermittelt werden.

druckkammer
Druckkammersteuerung
Das Medizinseminar war mit 15 Teilnehmern wieder gut besucht. Neben vielen interessanten Vorträgen zu Tauchen und Psyche, gefährliche Meerestiere, Befunde am Ohr u. Gehörgang und das offene Foramen ovale kam auch die Praxis nicht zu kurz: Im Pool (trotz der frühen Morgenstunde hatten alle viel Spaß - insbesondere beim Staffelschwimmen) wurden Tauchunfälle simuliert und anschließend analysiert, bei einer Besichtigung des Druckkammerzentrums im Rot-Kreuz-Krankenhaus Kassel gab es natürlich die Gelegenheit zu einer Druckkammerfahrt und wie immer wurde die Infusionstechnik praktisch geübt.
Als besonderes Highlight hat Herr Dr. Roggenbach an seinen Vortrag zum AED (Automatische Externe Defibrillation) die Ausbildung zum AED-Instructor gleich angehängt. Unser besonderer Dank gilt zudem Frau Dr. Sachse, Herrn Dr. Krummel, Herrn Dr. Heß, Herrn Dr. Tille und Herrn Dr. Schäfer, die zugunsten des VDTL auf Ihr Honorar verzichteten.
Der VDTL wird seinen Weg einer fundierten und qualitativ hochwertigen Ausbildung von Tauchlehrern fortsetzen, um damit die Voraussetzungen für eine solide Ausbildung von Tauchern und die höchst mögliche Sicherheit beim Tauchen zu schaffen.
Autor: VDTL